Content Seeding – Erfolg säen und ernten

Andre Alpar im Interview
Andre Alpar im Interview mit den Internet Innovators

Content Marketing – seit langem Buzzword, Trend und Hype, diskutiert, debattiert und analysiert. Mittlerweile ist Content Marketing angekommen, in Unternehmen, in Agenturen und allerlei Branchen. Alle haben es verstanden: Guter Content bringt’s. Gibt es jetzt überhaupt noch mehr dazu zu sagen? Absolut! Denn es ist noch einiges rauszuholen aus der vieldiskutierten Marketing-Technik. Vor allem was die Vermarktung – das Seeding­ – des Contents betrifft. Denn was bringt der beste Content, wenn dieser nicht bei der gewünschten Zielgruppe ankommt!

Wenn Content King ist, ist Content Seeding die Queen

„Der herausfordernde Teil des Online Marketings ist das Marketing für den Content“, weiß Andre Alpar, Geschäftsführer der SEO-Agentur AKM 3. Doch dieser Punkt wird oft außer Acht gelassen. Viel zu selten fließen laut Alpar genug Mittel in die Vermarktung des Contents. „Wenn wir analysieren, warum die meisten Content Marketing-Kampagnen schief gehen, dann eigentlich immer, weil das Marketing zu wenig Ressourcen und Aufmerksamkeit erfahren hat“, so Alpar. Seiner Meinung nach sollte ein Gleichgewicht zwischen den aufgebrachten Ressourcen für den eigentlich Content und dessen Verbreitung bestehen, was aber in der Praxis (noch) nicht der Fall sei.

Auf das richtige Seeding kommt es an

Beim Content-Seeding geht es um die strategische Platzierung der produzierten Inhalte. Dadurch wird Reichweite in Form von Traffic, Views, Likes, Shares und Verlinkungen erzielt. In keinster Weise geht es aber um das plumpe Frisieren von Klickzahlen durch Linkkäufe und bezahlte Likes. Gutes Seeding benötigt eine durchdachte Strategie. Zu Beginn ist zu definieren wie viel Budget für die Vermarktung des Contents aufgebracht wird. Dieses sollte, wie bereits erwähnt, nicht zu niedrig bzw. dem anvisierten Ziel entsprechend angesetzt werden. Viel Budget hilft aber nicht automatisch viel. Viel wichtiger ist es genau zu analysieren, wer genau hinter der anvisierten Zielgruppe steckt und wo diese Personen im Netz zu finden sind. Mit diesem Wissen können nun die geeigneten Kanäle für die Verbreitung der Inhalte identifiziert und festgelegt werden. Hier kann man aus einer ganzen Palette wählen:

  • Owned Media: Eigene Kanäle – die in jedem Fall im ersten Schritt genutzt werden sollten. Hierzu gehören die Corporate Website und Blog, soweit dieser vorhanden ist, sowie Newsletter, YouTube, Social Media Kanäle wie Facebook und Twitter.
  • Earned Media: Ist der Content qualitativ hochwertig, wird er auch gerne von Multiplikatoren genutzt und geteilt. Es gilt die Influencer der eigenen Branche zu identifizieren, sie aktiv zu kontaktieren und eine starke Beziehung zu diesem Personenkreis aufzubauen, damit dieser die Inhalte streut. Hierzu zählen Journalisten, Blogger, Institutionen, Branchen-Experten aber auch die Mitarbeiter des Unternehmens.
  • Paid Media: Über Paid Media kann auf „klassischem“ Weg die Reichweite erhöht werden. Hierzu zählen Suchmaschinenoptimierung und Display-Advertising wie Bannerwerbung und Social Ads.

Nach der Kampagne ist vor der Auswertung

Ob nun eine Kampagne gut oder schlecht verlaufen ist, eine Auswertung ist unverzichtbar. Wurde die Zielgruppe richtig eingegrenzt? War der Content relevant für die anvisierte Zielgruppe? Wurden die passenden Multiplikatoren gewählt und angesprochen? Die Antworten auf solche Fragen liefern wichtige Erfahrungen und Einsichten für die Planung uns Realisierung zukünftiger Kampagnen.

 

Andre Alpar im Video-Interview über die SEO-Branche, Online Marketing und die Wichtigkeit der Content-Vermarktung:

 

Quellen:

http://www.haufe.de/marketing-vertrieb/online-marketing/content-marketing-seeding-ist-ein-wichtiger-prozess_132_306472.html

http://www.ajando.com/blog/2015/06/12/content-seeding-was-muessen-sie-wissen/

http://blog.linkilike.com/content-marketing-seeding/