Virtual Reality: Wie mache ich ein gutes 360° Video?

Interview auf der 48forward über Virtual Reality
Die Innovators mit Francesco Marconi auf der 48forward

Francesco Marconi, Strategy Manager bei The Associated Press, ist Experte im Bereich Virtual Reality und 360° Video Content. Wir treffen ihn auf der 48forward in München und sprechen mit ihm über die benötigte Hardware für User, Virtual Reality im Alltag und Top Tipps für ein gutes 360° Video.

Marconi benutzt die Virtual Reality Technologie bereits in seinem Privatleben: bei seiner Hochzeit ließ er zusätzlich zu den üblichen Fotos ein 360° Video anfertigen. “Die Idee dahinter ist, dass wenn wir eines Tages auf den Tag zurück blicken, man an den Ort zurück kehren und die Situation wieder erleben kann.“

Dieses Prinzip ließe sich auch auf andere Medienkonzepte, insbesondere Journalismus, übertragen.

Was benötigt der User, um Virtual Reality zu erleben?

Eigentlich benötigt der User nur Facebook 360 oder Youtube 360. Beide Plattformen ermöglichen die Upload Funktion für 360° Videos seit 2015.

Erstmals ist es möglich, durch Virtual Reality Teil der Story zu werden. Der Sprung vom passiven Betrachter zum aktiven Teilhaber des Contents ist denkbar einfach: das Virtual Reality Headset aufsetzen und schon geht`s los.

Hauptinitiator und Vorantreiber der Virtual Reality Technologie ist zwar die Gaming-Industrie, dennoch erfreut sich 360° Video Content auch bei Nicht-Gamern großer Beliebtheit. Egal ob der Fallschirm Sprung, das Konzert oder das Tutorial – alles kann virtuell erlebt werden. Zusätzlich werden aktuell schon Virtual-Reality Handschuhe entwickelt, die das Erlebnis vervollständigen sollen.

Die Virtual Reality Headsets sind zwar noch nicht im Alltag angekommen, Marconi geht aber davon aus, dass dies bis in 10 Jahren der Fall sein wird. Vor der Einführung des ersten iPhones 2007 waren Mobiltelefone auch weniger verbreitet und für eine vollständige Alltagsintegration viel zu groß und zu umständlich. Seiner Meinung nach würden wir bis in 50 Jahren Virtual Reality über unsere Sonnenbrillen konsumieren.

Best Practice: “The Suite Life“

Am Beispiel des Projektes “The Suite Life“ des Interactive Teams von The Associated Press beschreibt Marconi, dass es möglich ist, beispielsweise in einem High-End Luxushotel zu übernachten. Das Team nahm die Räume mit einer Infrarot Kamera auf und bereitete so den Virtual Reality Content auf. Somit ist es für jede Person am 2D-Desktop oder mit einem 3D-Virtual Reality Headset möglich, die Erfahrung einer Nacht in diesem Hotel zu erleben.

Virtual Reality im Alltag

Wahrscheinlich wird Virtual Reality unser Zusammenleben und Interagieren untereinander grundlegend verändern. Es wird zum Beispiel möglich sein, über Virtual Reality mit einem Freund, der in China wohnt, virtuell Ping Pong zu spielen. Generell wird Virtual Reality die Möglichkeiten der weltweit vernetzten Kommunikation erweitern, so Marconi. Ähnlich wie bei anderen Sozialen Netzwerken wird es hier nötig sein, die Balance zwischen dem virtuellen Leben und der Realität zu finden.

Top Tipps für ein großartiges 360° Video:

Marconi verrät den Innovators exklusive Tipps zur Erstellung von Virtual Reality Content:

  1. Das Design der 360° Erfahrung

Die zentrale Frage ist hier: dreht der Zuschauer seinen Kopf oder nicht?

Wenn der Zuschauer seinen Kopf dreht, ist es immer sinnvoll ein Video in 360° aufzunehmen.

Marconi erklärt am Beispiel einer Konferenz den Aufbau der Kamera:

Hier könne die Kamera in der Mitte platziert werden mit den einzelnen Teilnehmern drum herum. Der Zuschauer hätte so die Möglichkeit die einzelnen Reaktionen jedes Teilnehmers zu sehen und interaktiver am Gespräch teilzunehmen.

  1. Experimente sind das A und O

Da die technischen Anforderungen an Virtual Reality Content komplett unterschiedlich sind, als an 2D-Content, ist es wichtig, lange zu experimentieren, sich auszuprobieren und mit der neuen Technologie vertraut zu machen.

  1. Das richtige Equipment

Da Kameras immer billiger werden, werden viele User die Möglichkeit haben, Virtual Reality Content zu produzieren. Nicht nur die Produktion mit einer 360-Degree Kamera ist möglich, sondern auch die „Heimproduktion“ mit dem Smartphone, z.B. für Facebook, ist denkbar.

Über die Person

Francesco Marconi studierte unter anderem an der University of Missouri-Columbia. Er ist Fellow der Harvard University und seit zwei Jahren bei der Associated Press tätig. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, wie zum Beispiel der Hearst Media Design Innovation Prize, verdeutlichen seine Leidenschaft für Journalismus und Virtual Reality.

 

Quellen:

https://www.linkedin.com/in/francescopmarconi/de

https://www.ap.org/press-releases/2015/exploring-the-suite-life-of-virtual-reality

https://www.golem.de/news/virtual-reality-oculus-forscht-an-vr-handschuhen-1702-126115.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/youtube-360-grad-videos-eingefuehrt-a-1023626.html

http://www.giga.de/apps/facebook-apk/tipps/facebook-360-grad-fotos-erstellen-und-hochladen-so-geht-s/

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/youtube-360-grad-videos-eingefuehrt-a-1023626.html

https://newcast.net/content-newsroom/virtual-reality-anfang-oder-ende-des-storytelling/